Oświęcim und Umgebung

widok na rynek w Oświęcimiu z ratuszem

Oświęcim und seine Umgebung sind eine überaus interessante Region, die man zweifellos besichtigen sollte. Die Kultur- und Naturvielfalt sorgen bei jedem anspruchsvollen Genießer der Ferienausflüge für jede Menge Spaß.

Das mit schwieriger Vergangenheit behaftete Oświęcim ist heute eine Stadt zahlreicher Friedensinitiativen. Als ein Treffpunkt von Menschen verschiedener Nationalitäten, Überzeugungen und Glaubensrichtungen trägt sie zur Gestaltung einer Zukunft ohne Gewalt und Krieg bei. Dank dem offenen multireligiösen und multikulturellen Dialog verwirklicht sie ihre Mission als die “Stadt des Friedens”.

In Oświęcim und den umliegenden Orten findet jeder etwas für sich, von der Besichtigung der historisch interessanten Orte wie Museen und Kultstätten über die aktive Erholung inmitten der Natur bis hin zum Ausprobieren der regionalen Küche.

Landschaften und Gegenden, die man besuchen soll!

In der Nähe von Oświęcim findet man zahlreiche Fischteiche, Lösshügel und Waldgebiete. Neben der einzigartigen Flora, die mit der großen Anzahl der Gewässer einhergeht, findet man hier auch landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Ulmen-Auenwälder und Erlen- und Eschen-Auenwälder

Das Karpfental in Zator, ein Zentrum der Karpfenzucht bietet perfekte Lebensbedingungen für seltene Fisch- und Vogelarten. Moorente, Nachtreiher, Weißbart-Seeschwalbe, Flussseeschwalbe und Rohrdommel stehen unumstritten im Mittelpunkt des Interesses von Fotografen, die gerne einzigartige Natur fotografieren. 

Die europaweit einzigartigen Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Vögel und Pflanzen, die in der Gemeinde Oświęcim vorkommen, trugen dazu bei, dass diese Region in die Struktur des Europäischen Ökologischen Netzwerks Natura 2000 eingegliedert wurde. Auf diese Weise wurde der Schutz der biologischen Diversität zum übergeordneten Ziel der damit einhergehenden Aktivitäten. Die Richtlinien des Gebiets Natura 2000 umfassen u.a. das Tal der Unteren Soła, das sich durch wertvolle Ansammlungen des Weiden-Pappel-Auenwaldes charakterisiert, außerdem die Teiche in Brzeszcze, deren unberührtes ökologisches Flussbett der Oberen Weichsel für Begeisterung sorgt. Im Bereich des Soła-Tals kann man zahlreiche wunderbare Tierarten treffen, darunter Fischotter, Nördlichen Kammmolch, die Rotbauchunke, Rapfen oder Barben und all das umgeben von Altwasser und einzigartiger Pflanzenwelt, die die Steine der Bäche bewachsen. 

Auf den Spuren des Sacrum…

Die Region Oświęcim kann auf ihre lange Liste der Baudenkmäler mit sakralem Charakter stolz sein, einige von ihnen liegen auf der Route der Holzarchitektur.

Zu den interessantesten und gleichzeitig bekanntesten Sakralobjekten gehört die Synagoge Chewra Lomdei Misznajot in Oświęcim. Sie ist der greifbare Beweis der jüdischen Gemeinschaft, die vor dem 2. Weltkrieg mehr als die Hälfte aller Stadteinwohner ausmachte. Die Spuren der Wechselbeziehungen der jüdischen und christlichen Kultur sind bis heute gut sichtbar. 
Die Geschichte des Sanktuariums der Muttergottes, Hilfe der Gläubigen in Oświęcim reicht zu den Anfängen der Salesianerkirche aus dem 14. Jh. zurück, das Sanktuarium der Muttergottes von Fatima in Trzebinia zieht die Gläubigen mit der wundertätigen Marienfigur an, die 1962 aus Fatima hierher gebracht wurde. Die Nikolauskirche in Chrzanów hat unter ihren Mauern eine Gruft, in der Hofbeamte, herausragende Bürger und einstige Besitzer der Ortschaft bestattet wurden. Die Renaissancekirche Hll. Adalbert und Georg in Zator bildet einen Pflichtpunkt für die Fans der Baudenkmäler, ähnlich wie die Kirche der Muttergottes von Tschenstochau in Mętkowo, die sich noch an den Vikar Karol Wojtyła "erinnert", damals stand die Kirche noch in Niegowic. In Oświęcim und Umgebung findet man noch mehr hölzerner bzw. teilweise hölzerner, teilweise gemauerter Kultstätten dieser Art, etwa die Nikolauskirche in Polanka Wielka, Bartholomäuskirche in Poręba Wielka, Laurentiuskirche in Grojec, Martinskirche in Jawiszowice, Kirche Muttergottes vom Berg Karmel in Głębowice, Andreaskirche in Osiek bzw. Andreaskirche in Graboszyce

Nicht außer Acht lassen sollte man in Oświęcim außerdem die Kapelle St. Hyazinth, die an die Tradition der Dominikaner anknüpft, sowie das Sanktuarium der Muttergottes in Płoki mit einer kostbaren Marienikone. Die barocke Kirche Hl. Johannes von Krakau in Kęty wiederum, deren Geschichte in das 18. Jh. zurückreicht, begeistert die Besucher mit ihrer einschiffigen Fassade, dem Tonnengewölbe und dem prachtvollen Hochaltar. In der Gegend sollte man außerdem die Kirche der Hll. Apostel Simon und Judas Thaddäus in Nidek sowie die Kirche Kreuzerhöhung in Płaza sehen. 

All diese Sakralbauten beeindrucken gewiss jeden Besucher, ebenso wie die Geschichte, die sich hinter jedem Objekt verbirgt. 

Schlösser und Burgen

Unterwegs auf der Route der historischen Residenzen sollte man sich das Schloss von Oświęcim ansehen. Seine Blütezeit fällt in das 14. Jh., als es als Sitz der Piastenherzöge fungierte. 1503 durch einen Brand zerstört, wurde die Anlage auf Befehl des Königs Alexander des Jagiellonen im 16. Jh. wiederaufgebaut. In der Folgezeit mehrmals umgestaltet, bildet seine Form eine entzückende Verbindung aus verschiedenen Baustilen. Die Ruine der Burg Lipowiec in Wygiełzów liegt auf einem 362 m ü.d.M. hohen Kalksteinfelsen. In der Vergangenheit diente die Burg als Sitz der Krakauer Bischöfe, heute ist sie ein ausgezeichneter Beobachtungsposten, von dem aus man das Panorama des umliegenden Naturschutzgebietes „Lipowiec” bewundern kann. Die Renaissanceschloss- und Parkanlage in Młoszowa eignet sich wiederum perfekt für Spaziergänge zwischen alten Parkbäumen und Besichtigung des attraktiven Schlossbereichs mit der anliegenden Kapelle. 

Museen

Zum besseren Verständnis der Geschichte und Kultur der Region tragen die Museen bei. Zu den Orten, die man unbedingt sehen soll, gehört das Ehemalige Deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Oświęcim. Die Besichtigung dieses Ortes regt mit Sicherheit zum Nachdenken über die tragischen Geschehnisse des 2. Weltkriegs an. Hier auch finden jedes Jahr Feierlichkeiten anlässlich der Befreiung des Vernichtungslagers statt, bei denen die Stimmen der Überlebenden laut zu hören sind. Das Museum Auschwitz-Birkenau wurde auf die Liste des Weltkulturerbes von UNESCO eingetragen, was seinen einzigartigen Charakter bestätigt.

Heute ist Oświęcim ein Zentrum zahlreicher Friedensinitiativen, Treffpunkt von Menschen verschiedener Nationen - unabhängig der Religion und Überzeugung. Die Stadt wird langsam zum Symbol eines offenen, multinationalen und multireligiösen Dialogzentrums, u.a. dank der Aktivität des Jüdischen Zentrums von Oświęcim, das zahlreiche Kultur- und wissenschaftliche Events veranstaltet. Die Gesellschaft der Roma in Polen wiederum bietet den Besuchern die Möglichkeit, die reiche Tradition und Kultur der Roma kennenzulernen, die ein Element der Geschichte der Region darstellen.

Was sollte man sonst besuchen? Bemerkenswert ist das Schloss von Oświęcim – an diesem Ort werden wir mithilfe von Ausstellungen, die verschiedenen historischen Epochen gewidmet sind, die 800-jährige Geschichte der Stadt kennenlernen. Am Marktplatz von Oświęcim sollte man das Museum Rathaus besuchen, in einem Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. untergebracht. Jeden Tag, genau um 12 Uhr Mittag, erklingt von dort ein Trompetenspiel. Wenn Sie gerade in der Nähe sind, bleiben Sie kurz stehen und lauschen Sie den Klängen der Polonaise von Aleksander Orłowski.

Von diesen monumentalen Orten, die gleichzeitig zum Nachdenken über die Vergangenheit anregen, gibt es in Oświęcim und Umgebung eine ganze Menge! Wir empfehlen Ihnen einen Besuch in der Hofscheune aus dem 16. Jh. und im Urbańczyk-Haus in Chrzanow, im Feuerwehrmuseum von Małopolska in Alwernia, im Aleksander-Kłosiński-Museum in Kęty, sowie im Museum der Seligen Mutter Oberin Małgorzata Szewczyk in Oświęcim. Spannende Attraktionen bieten außerdem das Ökomuseum des Karpfentals, Das Ethnografische Park an der Weichsel in Wygiełzow und JakobHaberfeld Story Vodka Museum & Music Pub, d.h. ein Museum, das in der einst berühmten Schnaps- und Likörfabrik eingerichtet wurde.

Aktive Erholung, oder ein gelungener Urlaub im Talkessel von Oświęcim

Reiche Flora, Fauna und abwechslungsreiche Geländeform bieten perfekte Bedingungen für aktive Erholung! Entspannung inmitten der Natur ist eine angenehme Möglichkeit, die Freizeit zu verbringen, während die Vielzahl an Wander- und Radwegen zur aktiven Freizeitgestaltung animiert.

Fahrrad ist eine ausgezeichnete Idee für Freizeitgestaltung, vor allem wenn man Radwege nutzen kann, die vorbei an historisch bedeutsamen Orten verlaufen. Die Route entlang der päpstlichen Routen in das Karpfental führt vorbei an zahlreichen Attraktionen, das ganze Abenteuer beginnt und endet in Wadowice, der Geburtsstadt von Johannes Paul II. Der Radwanderweg Soła-Tal wird wiederum gerne von Familien mit Kindern gewählt. Er führt durch eine Gegend, die die Augen und die Seele erfreut, wo man sich erfolgreich entspannen und dem grauen Alltag entfliehen kann. Alle Radwege in Oświęcim und Umgebung finden Sie auf der Seite narowery.visitmalopolska.pl.

Mit den Naturpfaden „Maurycy” oder „Marynin” bekommen Sie die Möglichkeit, die malerischen Landschaften der Region Oświęcim zu bewundern. Die Routen verlaufen entlang von Gewässern, die eine Schatzkammer der für die Region wertvollsten Naturschätze bilden. Empfehlenswert sind auch die malerischen Wanderrouten Grüne Perlen von Trzebinia. Die “Schatzsucher” können sich problemlos auf die Eroberung von Trophäen konzentrieren, wenn sie an den Quizzen auf der Route der Radwaniten teilnehmen. Ein Besuch im Dorf unter dem Felsen Bolęcin bietet wiederum jede Menge Spaß mit historischem Charakter für die ganze Familie, die Zwischenstation im Molo Resort in Osiek eine echte Entspannung für die Sinne. Außergewöhnliche Ansichten und Wasserrausch, die man in dieser Gegend erlebt, bringen die ersehnte Ruhe und laden unsere Batterien für lange Zeit auf. 

Die Fans der Kajakfahrten sollten das Karpfental besuchen, wo sie sich in der Umgebung der unberührten Natur ihrer sportlichen Leidenschaft hingeben können. Jeder Fan von Nordic Walking findet hier eine Route mit geeignetem Schwierigkeitsgrad und kann dabei die wunderbaren Aussichten dieser malerischen Gegend genießen. Die passionierten Angler können das Angebot der zahlreichen Anglerplätze in Anspruch nehmen, während die Spaziergänge auf die Soła-Promenade in Oświęcim das Ziel jener sind, die am liebsten beim beruhigenden Rausch des Wassers entspannen. 

Wie verbringt man die Freizeit?

Oświęcim überrascht durch das umfangreiche Angebot an Kulturevents, deren Besuch durchaus lohnenswert ist. Der Zyklus der Konzerte auf der Route der Holzarchitektur unter dem Namen Musik, in Holz verzaubert, ist ein Angebot, die Wochenenden im Sommer inmitten der Perlen der Holzarchitektur zu verbringen, während die künstlerischen Darbietungen des Festivals Herbst von Oświęcim zum gemeinsamen Feiern einladen. Der Markt des Kastellans - ein Freiluftevent des Museums Schloss von Oświęcim, rekonstruiert schon traditionsgemäß den Alltag der vergangenen Epochen, indem es die Besucher mit der Geschichte der Stadt vertraut macht. Konzerte, die anlässlich des Stadtfestes von Oświęcim veranstaltet werden, machen die Region polenweit berühmt. Der Ethnographische Park an der Weichsel in Wygiełzów lädt regelmäßig zu Volkskunst- und Handwerkworkshops ein, die im Rahmen von Etnomania stattfinden, beim Fest Ziemniaczysko pod Lipowcem kann man kulinarische Spezialitäten früherer Zeiten probieren. In den Terminkalender sollte man außerdem das Karpfenfest eintragen, von dem jeder begeistert wird, der die regionalen Kochkünste zu schätzen weiß.

Die Spezialitäten der Region Oświęcim sind Schmaus für alle Fans lokaler Leckereien! Unbedingt probieren sollte in dieser Gegend den leckeren Karpfen von Zator, die Kartoffelspezialität nach Ziemniak po cabańsku, die saure Suppe Żur po przeciszowsku oder das Brot Revel. Empfehlenswert sind außerdem die Sahnebonbons Krówka zatorska, die Süßspeise Buchta bolęcińska, die Suppe Parzybroda mirowska und die Kartoffelklöße Hulajdy. Schon allein die Namen klingen spannend, auch der Geschmack bleibt bis zum Verkosten ein Geheimnis. Die Feinschmeckerroute von Małopolska ist die beste Gelegenheit, die Region Oświęcim durch die Küchentür kennenzulernen.

Den Fans von Freizeitparks bieten Orte wie Energylandia oder Zatorland jede Menge Adrenalin, die ganze Familie kann dort in verschiedenen themenbezogenen Zonen ihre Freizeit verbringen.

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